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19.03.2010
VSU-Präsidium formuliert Erwartungen an Wirtschaftsminister
Vertreter der saarländischen Arbeitgeberverbände im Dialog mit Wirtschaftsminister Dr. Hartmann
Saarbrücken. Das Präsidium und die Mitglieder der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) haben heute im Gespräch mit Wirtschaftminister Dr. Christoph Hartmann ihre Anforderungen an die saarländische Wirtschaftspolitik bekräftigt. Die Themenpalette war breit gefächert. Schwerpunkte lagen dabei in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Standortfaktoren und Standortmarketing. „Die Unternehmen spüren im Zuge der Wirtschaftskrise die restriktivere Kreditvergabe der Banken für Investitionen und Betriebsmittel. Hier muss die saarländische Landesregierung auch in Zukunft über die SIKB weiterhin ausreichend Mittel zur Verfügung stellen“, forderte Otmar Schön, Vizepräsident der VSU. Zudem sei ein professionelles Ansiedlungsmanagement der Schlüssel für mehr Wirtschaftskraft und letztlich eine verbesserte Finanzsituation des Landes. Die Branchenvertreter forderten in dem Zusammenhang, den Industriestandort Saarland weiter zu stärken und gleichzeitig das gemeinsam begonnene Standortmarketing fortzusetzen.

In den Dialog mit dem Wirtschaftsminister wurden die Ressorts Arbeitsmarkt, Bildung, Energie und Finanzen ausdrücklich miteinbezogen. „Wir wünschen uns, dass sich der Minister hier intensiv für die Interessen der saarländischen Unternehmen einsetzt. Die Kassenlage des Landes beeinflusst nicht nur die Standortbedingungen für die saarländische Wirtschaft. An den Landesfinanzen wird sich letztlich die Zukunft des Saarlandes entscheiden. Die VSU bekräftigt ihre Forderungen nach einem `Masterplan Finanzen´, der auch einen Personalabbau im öffentlichen Dienst beinhalten muss“, sagte Schön.

Wirtschaftsminister Hartmann erklärte: “Das Saarland hat auf die veränderten Marktbedingungen reagiert und die Förderinstrumente wie Zuschüsse, Bürgschaften, Beteiligungen und Darlehen an die neuen Bedürfnisse angepasst. Zentrale Aufgabe der saarländischen Wirtschaftspolitik ist es, Unternehmen, die unverschuldet in Not geraten sind, zu unterstützen. Fehlende Liquidität darf nicht die Existenz von Betrieben und Arbeitsplätzen gefährden. So haben wir beispielsweise den Bürgschaftsrahmen und die Höchstbetragsgrenzen für einzelnen Bürgschaften und Beteiligungen ausgeweitet, daneben stehen Sonderkreditprogramme zur Verfügung. Darüber hinaus sind wir dabei im Ministerium eine „Servicestelle Mittelstand“ einzurichten, die mittelständischen Unternehmen in allen Fragen der Wirtschaftsförderung, bei Genehmigungen und in Notlagen helfen wird.

Mittelfristig ist es unsere vordringliche Aufgabe die Weichen für einen schnellen und nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung nach Überwindung der Krise zu stellen. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung von Unternehmen bei Qualifikationsmaßnahmen und die Angebotsverbesserung im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur mit der Umsetzung des ‚Masterplans IndustrieflächenSaarland.’“

Zudem befassten sich die Gesprächsteilnehmer mit aktuellen Fragestellungen von Mittelstand, Handel, Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, sowie der Tourismusförderung und verlangten eine Beschränkung der wirtschaftlichen Betätigung von Kommunen.


Rückfragen bitte an
Martin Schlechter
Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. - VSU
Tel.: 0681 / 9 54 34-45, Fax: -75, Mobil: 0172 / 6 85 96 37
E-Mail: kontakt@vsu.de, http://www.vsu.de
Harthweg 15, 66119 Saarbrücken
 
     
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